Ich biete Ihnen eine leitliniengerechte, an DSM-V bzw. ICD-11 orientierte Diagnostik an, die sowohl die Situation heute als auch in Ihrer Kindheit umfasst. Dabei lege ich Wert darauf, Ihr eigenes Erleben zu erfassen. Wenn möglich, wird auch eine Fremdanamnese (Beschreibung der Situation heute und früher durch Personen, die Sie damals oder heute gut kannten/ kennen) erhoben. Als diagnostische Werkzeuge nutze ich in erster Linie klinische Interviews, zur differentialdiagnostischen Abgrenzung auch diagnostische Fragebögen.
Die Diagnostik dauert je nach Komplexität/ Komorbidität in der Regel 6-8 Sitzungen à 50 Minuten.
Ich verwende in der Diagnostik (nebender Erhebung der Anamnese und des psychopathologischen Befundes) in der Regel folgende Testverfahren:
RAADS-14-Screen
AQ50
ein ausführliches klinisches Interview (je nach Komplexität 2-3 Termine)
Außerdem wird eine ausführliche Fremdanamnese bezüglich des möglichen Auftretens von Symptomen in der Kindheit sowie eine aktuelle Fremdanamnese erhoben. Bei Bedarf und wo möglich werden auch Schulzeugnisse herangezogen.
Bei Bedarf findet darüber hinaus eine differentialdiagnostische Abgrenzung bezüglich möglicherweise bestehender angrenzender Symptomgruppen statt.
Je nach Bedarf berate ich Sie zum Umgang mit Ihren Symptomen im privaten Bereich, am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft oder im familiären Kontext. Angehörige, Partnerin oder Partner können gerne in die Beratung einbezogen werden, sofern diese dies wünschen.
Beratungsschwerpunkte können z.B. sein:
Autismus und Beruf
Autismus und Partnerschaft
Autismus und Erziehung/Familie
Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte Behandlung psychischer Beschwerden, emotionaler Belastungen und psychosozialer Probleme. Sie nutzt gezielte Gespräche, Übungen und erfahrungsorientierte Methoden, um Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster besser zu verstehen, zu verändern oder einen hilfreichen Umgang mit ihnen zu entwickeln.
Eine psychotherapeutische Behandlung ist in der Regel umfangreicher und langfristiger angelegt als eine Beratung. Sie geht tiefer auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele ein.
Sofern dies gewünscht wird, erstelle ich für Sie einen Adressaten-bezogenen klinischen Befundbericht, in dem Vorgehensweise, Ergebnisse der Diagnostik und Empfehlungen zusammengefasst sind.
Folgt
Die Kosten betragen 150,00€ (brutto)/ Einheit (50 Minuten).
Menschen im Autismus-Spektrum nehmen die Welt anders wahr – oft:
intensiver
detailreicher
mit einem ausgeprägten Bedürfnis nach Struktur und Vorhersagbarkeit
Viele haben besondere Stärken wie:
systematisches Denken
Detailgenauigkeit
die Fähigkeit, sich intensiv in Themen zu vertiefen
Viele autistische Frauen werden erst im Alter von 30+ Jahren diagnostiziert, weil sie das Masking sehr perfektioniert haben. Lange Zeit waren die Diagnosekriterien an männlichen Betroffenen ausgerichtet, während sich Autismus bei Frauen oft anders zeigt.
Diese Anpassungsleistung nennt sich Masking – das bewusste oder unbewusste Verbergen autistischer Merkmale, um in sozialen Situationen nicht aufzufallen.
Maskierung verzögert oft die Diagnose von Autismus und ist bei autistischen Personen verbreitet. Das ständige Anpassen kostet enorme Energie und führt häufig zu:
Erschöpfung
Angststörungen
oder Depressionen
Viele Betroffene berichten, dass sie jahrelang das Gefühl hatten, „irgendwie anders" zu sein, ohne eine Erklärung dafür zu finden. Eine späte Diagnose kann den Zugang zu Unterstützungsmöglichkeiten versperren und sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken.
Häufig treten autistische Wahrnehmungs- und Verarbeitungsweisen gleichzeitig oder sich überschneidend mit ADHS-Symptomen auf, weshalb ich in der Diagnostik stets beide Aspekte im Blick habe.
Ziel der Diagnostik und Therapie ist nicht, Sie „weniger autistisch" zu machen, sondern Sie dabei zu unterstützen, authentisch zu leben – ohne die erschöpfende Maske des Masking. Ich begleite Sie dabei, Ihre Stärken zu erkennen, hilfreiche Strategien für den Alltag zu entwickeln und ein Leben zu gestalten, das zu Ihnen passt.